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Offline-fokussierte Hinweise für sichere Equipment-Listen.
Verträge
Crew-Verträge, Vergütung und digitale Unterschriften
Verträge ist der Projekt-Tab für Crew-Verträge — generiert aus vorhandenen Crew-Mitgliedern oder von Null, mit anpassbarer Vergütung, Tarifen und Klauseln, plus eingebautem digitalen Unterschriften-Flow. Verträge sind bewusst privat: In einem geteilten Projekt sieht jedes Crew-Mitglied den eigenen Vertrag, und nur der*die Owner (und Mitwirkende, denen der*die Owner es erlaubt) sieht alle. Der Tab ist bei neuen Projekten aus — du aktivierst ihn pro Projekt über das „…“-Menü → „Tabs konfigurieren“.
Was Verträge enthält
Jeder Vertrag trägt den juristischen Text, die finanziellen Bedingungen und den Unterschriften-Status. Entwürfe sind editierbar; sobald du einen Vertrag zur Unterschrift sendest, ist sein Inhalt gesperrt.
- Neuen Vertrag leer anlegen oder aus einem vorhandenen Crew-Mitglied vorbefüllen (Parteien, Gegenstand, Dauer automatisch).
- Vergütungs-Block — Tarif-Auswahl und Tages-Schedule-Editor für flexible Tarifstrukturen (Tagessatz, Wochensatz, Überstunden, Wochenend-Sätze).
- Klauseln-Block — Standard- oder eigene Klauseln (Stornierung, Geräteverantwortung, Bildrechte etc.).
- Status-Pipeline (zwei Unterschriften): Entwurf → Wartet auf Unterschrift → Produzent*in unterschrieben / Auftragnehmer*in unterschrieben → Vollständig unterschrieben. Ein Vertrag kann außerdem Abgelehnt, Abgelaufen oder Analog hochgeladen sein.
- Ein vollständig unterschriebener Vertrag erzeugt eine gesperrte PDF-Version, die danach nicht mehr bearbeitet werden kann.
- Ein vollständig unterschriebener Vertrag legt außerdem einen Stundenzettel für das Crew-Mitglied in der Zeiterfassung an – mit Satz, Zuschlägen und Stornobedingungen aus dem Vertrag. Ein TV-FFS-Entwurf von vor Oktober 2026 enthielt pauschal +50 % für den 6. Arbeitstag; der Wert wird beim Öffnen einmalig auf 0 gesetzt, weil der Tarifvertrag den 6. und 7. Tag als Wochenmehrarbeit vergütet. Bereits versendete oder unterschriebene Verträge bleiben, wie sie verschickt wurden.
- Nach einer Ablehnung zeigt der Vertrag „Änderungen seit der letzten Version“ – eine Liste dessen, was vor dem erneuten Senden geändert wurde.
Tipps
- Nutz „Aus Crew“, wann immer es geht – es füllt Parteien, Vertragsgegenstand und Dauer für dich aus.
- Die Tarifliste enthält die Tarifverträge, denen der Vertrag folgen kann – TV FFS (Deutschland), KV Filmberufe (Österreich), die französische Convention Collective und den italienischen CCNL – sowie „Custom (No Tariff)“. Unter „Tarifbindung“ entscheidest du, ob der Vertrag den Tarifvertrag namentlich nennt oder nur seine Regeln übernimmt.
Häufige Stolperfallen
- Den Verträge-Tab auf einem neuen Projekt vergeblich suchen — bei neu angelegten Projekten ist der Tab aus. Aktivier ihn über das „…“-Menü des Projekts → „Tabs konfigurieren“ oder über das Projekt-Karten-Menü auf dem Dashboard.
Vertrag anlegen
Aus dem Verträge-Tab des Projekts.
- Projekt öffnen. Neue Projekte starten ohne den Verträge-Tab — über das „…“-Menü des Projekts → „Tabs konfigurieren“ aktivieren, oder über das Projekt-Karten-Menü auf dem Dashboard.
- Auf den Verträge-Tab wechseln.
- 'Neuer Vertrag' für einen leeren Vertrag oder 'Aus Crew' für Vorbefüllung aus einem Crew-Mitglied.
- Im Vertrags-Editor: Parteien (du, Gegenseite), Gegenstand (welche Arbeit), Dauer (Start- und Enddatum) ausfüllen.
- Vergütung — Tarif wählen (oder eigenen definieren), Tages-Schedule setzen, Regeln für Überstunden / Wochenende / Location-Boni hinzufügen.
- Klauseln durchsehen und anpassen — Stornierung, Bildrechte, Geräteverantwortung, Vertraulichkeit. Eigene Klauseln für projekt-spezifische Bedingungen.
- Entwurf speichern. Der Status bleibt Entwurf, bis du auf „Zur Unterschrift senden“ klickst.
- Die hier vereinbarten Stornostufen (§ Ausfallhonorar) werden beim automatischen Anlegen des Stundenzettels aus einem vollständig unterschriebenen Vertrag übernommen — ein Absagetag berechnet dann genau den vertraglichen Prozentsatz, Equipment ab der 100-%-Stufe
- Der Beschäftigungsstatus (Abschnitt Vertragsgegenstand) entscheidet, um welchen Vertragstyp es sich handelt. Bei einem deutschen Vertrag (deutscher Tarif, deutsches Recht oder deutsche Vertragssprache ohne eingetragenes Recht) ist nichts vorausgewählt: Wähle selbst „Freelancer*in“ oder „Arbeitnehmer*in“ — bis dahin zeigt der Titel einen Platzhalter und der Vertrag kann nicht zur Unterschrift gesendet werden. Andere Verträge beginnen als „Freelancer*in“. „Arbeitnehmer*in“ macht daraus einen Arbeitsvertrag — der Titel lautet ARBEITSVERTRAG, alle Beträge sind Bruttobeträge, und die Abrechnung erfolgt über die Lohn- und Gehaltsabrechnung statt über eine Rechnung des/der Auftragnehmer*in. In einem Vertrag mit „Arbeitnehmer*in“ heißen die Parteien in jeder Klausel Arbeitgeber*in und Arbeitnehmer*in, und Klauseln, die nur zu freier Mitarbeit passen, werden ersetzt (keine Haftung für Ersatzkosten, beschränkte Arbeitnehmerhaftung, keine eigene Haftpflichtversicherung, keine Freistellung von sozialversicherungsrechtlichen Nachforderungen, keine Rechnung). Das gilt für neue Verträge, Entwürfe und abgelehnte Verträge; ein bereits versendeter oder unterschriebener Vertrag behält seinen Wortlaut, und eine von dir bearbeitete Klausel bleibt unverändert. Auch die Formularüberschriften, die Unterschriftsfelder, die Statusanzeige und die Hinweise unter den Formularfeldern eines solchen Vertrags nennen Arbeitgeber*in und Arbeitnehmer*in, und der Vorlagenhinweis am Ende des Dokuments spricht nicht mehr davon, dass ein*e Auftragnehmer*in als Arbeitnehmer*in einzustufen sein könnte.
- Ein Tarifwechsel überschreibt alles, was der Tarif bestimmt: Regelarbeitstag, Pause, Überstundenstufen, die Zuschläge für Nacht / Samstag / Sonntag / Feiertag / 6. Tag (der TV FFS kennt keinen pauschalen 6.-Tag-Zuschlag — der 6. und 7. Tag werden als wöchentliche Mehrarbeit vergütet), das Nachtzeitfenster, die Stornostaffel sowie Gerichtsstand und anwendbares Recht. Selbst eingetragene Werte für Gerichtsstand und Recht bleiben erhalten.
- Ein Sprachwechsel leitet Gerichtsstand und anwendbares Recht in die neue Sprache um, sofern du keine eigene Formulierung eingetragen hast. Ein Vertrag ohne Tarif setzt beides nicht — die Schlussbestimmungen zeigen so lange einen Platzhalter.
Tipps
- Mehrsprachige Vorlagen existieren für EN, DE, FR, IT. Stell die „Vertragssprache“ ein, bevor du den Vertrag zur Unterschrift sendest.
- Prüf nach „Aus Crew“ das Feld „Position / Funktion“: Es bestimmt die Berufsbezeichnung im Vertrag. Macht das Crew-Mitglied mehr als einen Job, trag die Rolle ein, für die dieser Vertrag gilt.
- Bei einem deutschen oder österreichischen Tarif und bei einem deutschen Vertrag ohne Tarif zeigt der Editor eine rote Warnung zur Umqualifizierung: Auf Produktionsdauer Beschäftigte sind in der Regel Arbeitnehmer*innen, und ein Freelance-Vertrag mit festen Zeiten, Pausen und Mehrarbeit kann als Beschäftigung gelten. Im Zweifel ein Statusfeststellungsverfahren bei der Deutschen Rentenversicherung beantragen (§ 7a SGB IV).
Vergütungsformen, Spesen und die Showreel-Klausel
Vier Arten der Vergütung — darunter zwei ohne sofortige Zahlung — sowie die Reise-, Spesen- und Showreel-Regelungen, die den Rest des Deals bestimmen.
- Öffne im Vertrags-Editor den Abschnitt Vergütung. Die Auswahl bietet vier Formen: Tagesgage, Pauschale, Passion Project und Rückstellung.
- Tagesgage ist die Voreinstellung. Trage Gage, Regelarbeitszeit und Pausenregelung ein; die rechnerische Stundenvergütung erscheint darunter.
- „Zuschläge ab Stunde“ trennt die Zuschlagsschwelle vom Regelarbeitstag. Leer lassen, damit die Zuschläge am Ende des Regelarbeitstags beginnen; auf 11 setzen, damit sie ab der 12. Stunde greifen. Die Stundenangaben an den drei Zuschlagsfeldern folgen dem Wert — ebenso die Stufen, die an die verknüpfte Zeiterfassung übergeben werden.
- Zuschläge für Nacht-, Wochenend- und Feiertagsarbeit umfassen Nachtarbeit (mit eigenem Zeitfenster), Samstag, Sonntag, Feiertage und den 6. Arbeitstag der Kalenderwoche. Ein Satz von 0 nimmt den Zuschlag ganz aus dem Vertrag — und die verknüpfte Zeiterfassung rechnet ihn dann ebenfalls nicht mehr ab.
- Passion Project stellt fest, dass keine Vergütung geschuldet wird. Zwei Unteroptionen regeln, was der*die Auftragnehmer*in stattdessen erhält: ob Auslagen dennoch erstattet werden und ob Nennung plus Material fürs Showreel vereinbart sind. Die Stornoregelung verzichtet auf die Ausfallhonorar-Staffel, weil ein Prozentsatz von keiner Gage sinnlos wäre.
- Rückstellung benennt eine Vergütung, die erst bei Eintritt einer Erfolgsbedingung fällig wird — erreichte Erlöse, zustande gekommene Finanzierung, Erstveröffentlichung oder eine selbst formulierte Bedingung. Lege Zahlungsfrist, optionale Erlösbeteiligung und eine etwaige Befristung des Anspruchs fest.
- Eine rückgestellte Vergütung bleibt bewusst außerhalb der Vertragssumme: Sie ist keine sofort fällige Forderung, und der Abrechnungsparagraf stellt das ausdrücklich fest.
- Öffne Reise & Spesen. „Reisekosten erstatten“ rechnet nach tatsächlichen Kosten gegen Beleg, als Kilometerpauschale oder als eine Pauschale für den gesamten Produktionszeitraum ab.
- „Verpflegungsmehraufwand (Spesen)“ nutzt entweder die gesetzliche Pauschale oder einen vereinbarten Tagessatz. Ein dritter Schalter regelt, wer Übernachtungen bucht und bezahlt.
- Einen Punkt abzuschalten entfernt ihn nicht aus dem Vertrag — der Text wechselt zu einer ausdrücklichen Feststellung „wird nicht erstattet“. Genau dieses Schweigen im Vertrag sollen die Schalter verhindern.
- Die Showreel-Regelung findest du unter Optionale Klauseln & Schluss: nicht geregelt (Voreinstellung, fügt gar keine Klausel hinzu), erlaubt, erlaubt nach Erstveröffentlichung oder nicht erlaubt.
- Die Tagesangaben in § Vertragsdauer und § Abrechnung zählen „Freie Tage“ nicht mit — sie nennen Arbeitstage, nicht Zeilen im Zeitplan.
- Eine Tagespauschale vergütet Reisetage mit der halben Tagespauschale, genau so wie der verknüpfte Timesheet abrechnet; eine Projektpauschale deckt Reisetage mit ab.
Tipps
- Die Showreel-Klausel steht auf „Nicht geregelt“, damit ältere Verträge unverändert rendern. Erst eine ausdrückliche Auswahl fügt dem PDF einen Paragrafen hinzu.
- Passion-Project-Verträge enthalten den Hinweis, dass unentgeltliche Mitwirkung Selbstständigkeit voraussetzt — in einem Arbeitsverhältnis gilt zwingend das Mindestlohngesetz. Der Editor zeigt diese Warnung, sobald du in einem Arbeitsvertrag Passion Project oder Rückstellung wählst.
- Formuliere eine eigene Rückstellungsbedingung konkret. Eine vage Bedingung ist nicht durchsetzbar; die Vorschau markiert eine unformulierte Bedingung als offenes Feld.
- Alle vier Vertragssprachen (EN, DE, FR, IT) führen sämtliche dieser Klauseln, ein Sprachwechsel verliert also keine Regelung.
- In einem Freelance-Vertrag wird eine Pause von 0 Minuten so in die Klausel und den verknüpften Stundenzettel übernommen und nicht durch den gesetzlichen Standardwert ersetzt. In einem Arbeitsvertrag warnt der Editor, wenn die Pause unter dem gesetzlichen Minimum liegt (§ 4 ArbZG: 30 Minuten bei mehr als 6 Stunden, 45 Minuten bei mehr als 9 Stunden); eine kürzere Pause lässt sich mit Arbeitnehmer*innen nicht wirksam vereinbaren.
Den erzeugten Vertragstext bearbeiten (und die Rechteeinräumung begrenzen)
Jeder Absatz in der Vertragsvorschau ist direkt bearbeitbar. Hineinklicken und tippen — die Änderung wird pro Absatz gespeichert, überlebt spätere Änderungen im Formular und landet im PDF und im Signaturlink.
- Öffne den Vertrag über 'Bearbeiten'. Die 'Vorschau' ist das Dokument selbst, kein Abbild davon: In jeden Absatz hineinklicken und den Wortlaut ändern.
- Änderungen werden pro Absatz gespeichert, nicht als ein Block. Wird danach ein Formularfeld geändert, werden alle anderen Absätze neu erzeugt — der bearbeitete bleibt unangetastet.
- Um zum erzeugten Wortlaut zurückzukehren, den Absatz vollständig leeren. Ein leerer Absatz fällt auf den Text der Vorlage zurück.
- Bearbeitbar ist das ganze Dokument: Vertragsgegenstand, Laufzeit, sämtliche Vergütungsklauseln, Equipment-Miete, Reise, die Absätze zu Einräumung von Nutzungsrechten (Buyout), die Showreel-Klausel, Haftung sowie die Auftragnehmer*innen-Seite von Stornierung / Ausfallhonorar.
- Sobald der Vertrag gesperrt oder vollständig unterzeichnet ist, endet die Bearbeitung — die Vorschau ist ab dann schreibgeschützt.
Tipps
- Der Abschnitt zu den Nutzungsrechten gehört vor dem Versand gelesen. Wie erzeugt räumt Einräumung von Nutzungsrechten (Buyout) dem*der Produzent*in ein exklusives, weltweites Recht für die gesamte gesetzliche Schutzdauer ein. Wurde etwas Engeres vereinbart — ein Territorium, ein Medium, eine feste Laufzeit —, gehört das in diese Absätze geschrieben.
- Es gibt bewusst keine Auswahl für Territorium oder Laufzeit. Eine Teileinräumung muss ihren Umfang selbst konkret benennen (§ 31 Abs. 5 UrhG, in Frankreich Art. L.131-3 CPI); zusammengesetzte Textbausteine können das nicht leisten — deshalb wird die Beschränkung geschrieben statt ausgewählt.
- Alles, was vom Standardwortlaut abweicht — eine begrenzte Rechteeinräumung erst recht —, sollte vor der Unterschrift beider Seiten anwaltlich geprüft werden.
Häufige Stolperfallen
- Einen Absatz bearbeiten und danach erwarten, dass ein Formularfeld ihn aktualisiert. Sobald ein Absatz eigenen Text trägt, fasst ihn der Generator nicht mehr an; zum Zurückgeben der Kontrolle den Absatz leeren.
- Annehmen, eine per E-Mail vereinbarte engere Abrede stehe im Dokument. Sie steht erst darin, wenn sie im Absatz steht — die erzeugte Rechteklausel ist ein vollständiger Buyout.
Digitale Unterschriften
Beide Seiten unterschreiben: du als Produzent*in und das Crew-Mitglied. Ist das Crew-Mitglied im Projekt, unterschreibt es in der App, sonst über einen Unterschrifts-Link ohne Konto.
- Klick im Vertrags-Editor auf „Zur Unterschrift senden“ und bestätige die Erinnerung, den Vertrag prüfen zu lassen. Der Vertrag ist dann gesperrt und steht auf „Warte auf Unterschrift“.
- Deine Seite unterschreibst du mit „Vertrag unterschreiben“: Unterschrift zeichnen oder als Bild hochladen, dann bestätigen. Ein Crew-Mitglied, das im Projekt ist, unterschreibt seine Seite genauso.
- Für ein Crew-Mitglied außerhalb der App klickst du auf „Unterschrifts-Link erstellen“: „E-Mail-Adresse der unterzeichnenden Person“ eintragen, bei Bedarf „Passwortschutz“ einschalten, „Link läuft ab in“ wählen, dann „Link erstellen“ und den Link kopieren oder „Per E-Mail senden“.
- Die Person öffnet den Link im Browser (Desktop oder Mobil), bestätigt die E-Mail-Adresse, an die er ging, prüft den Vertrag und unterschreibt — gezeichnet oder als hochgeladenes Bild — mit „Digital unterschreiben“. Sie kann das PDF auch herunterladen und auf Papier unterschreiben oder auf „Vertrag ablehnen“ klicken und den Grund nennen: Der Vertrag steht dann auf Abgelehnt mit dieser Begründung, du bekommst eine E-Mail, und der Link funktioniert nicht mehr.
- Es wird doppelt unterschrieben: Der Status wechselt auf Produzent*in unterschrieben bzw. Auftragnehmer*in unterschrieben, sobald die jeweilige Seite unterschreibt, und springt erst auf Vollständig unterschrieben, wenn beide unterschrieben haben. Dann wird eine gesperrte PDF-Version zum Download verfügbar.
- Einen auf Papier unterschriebenen Vertrag fügst du mit „Unterschriebenen Vertrag hochladen“ hinzu; sein Status wird „Analog hochgeladen“.
- Liegt die gespeicherte Unterschrift beim Klick auf 'Zur Unterschrift senden' bereits auf dem Vertrag, zählt das als Unterschrift der Produzent*in: Der Vertrag geht als Produzent*in unterschrieben raus, offen ist nur noch die Gegenseite. Unterschriften-Links funktionieren auch aus diesem Status.
- 'Zur Unterschrift senden' prüft zuerst, ob der Vertrag vollständig ist. Fehlen Beschäftigungsstatus, Position, Enddatum, Drehtagsplan oder Gage, wird das Senden blockiert und die fehlenden Felder werden aufgelistet — sonst stünden diese Lücken als [Position], [Enddatum] oder [EUR ___ netto] im unterschriebenen Dokument.
- Die vollständig unterschriebene PDF trägt beide Unterschriften, den zum Zeitpunkt der Unterschrift eingefrorenen Vertragstext und Zeitstempel.
- Arbeitsverträge nach deutschem Recht sind befristet und brauchen die Schriftform (§ 14 Abs. 4 TzBfG): Unterschriften beider Seiten auf Papier oder eine qualifizierte elektronische Signatur. Eine Unterschrift in der App ist eine einfache elektronische Signatur – für formfreie Verträge verbindlich, aber kein Ersatz für die gesetzliche Schriftform; deshalb warnt die App im Formular, im Unterschriften-Dialog, im Dialog „Unterschrifts-Link erstellen“ und auf der Signaturseite. Unterschreiben in der App bleibt möglich; lade das PDF herunter und unterschreibt von Hand.
Tipps
- Ein gesendeter Vertrag lässt sich nicht bearbeiten. Müssen sich Bedingungen ändern, lehnt das Crew-Mitglied ihn mit „Ablehnen“ und einer Begründung ab; danach bearbeitest du ihn und klickst auf „Überarbeiten & erneut senden“.
- Einen Vertrag versehentlich gesendet? Solange die Gegenseite nicht unterschrieben hat, holt „Zurückziehen“ auf der Vertragsseite ihn zurück in den Entwurf: Du kannst ihn bearbeiten, erneut senden oder löschen. Deine Unterschrift darauf wird entfernt, und alle Unterschrifts-Links dafür funktionieren nicht mehr.
- Wird ein Vertrag abgelehnt oder erneut gesendet, werden alle noch offenen Unterschriften-Links dazu zurückgezogen — ein bereits verschickter Link lässt sich damit nicht mehr gegen den alten Text öffnen. Erstell nach dem erneuten Senden einen neuen Link.
- Die unterschriebene PDF als Teil der Produktions-Unterlagen sichern. Die App speichert sie, aber eine lokale Kopie ist die sicherste Sicherung.
Verträge verwalten und vergleichen
Alle Verträge eines Projekts erscheinen in der Verträge-Liste mit ihrem aktuellen Status.
- Status-Badges: Entwurf, Wartet auf Unterschrift, Produzent*in unterschrieben, Auftragnehmer*in unterschrieben, Vollständig unterschrieben (außerdem Abgelehnt, Abgelaufen, Analog hochgeladen).
- „Änderungen seit der letzten Version“ listet, was sich an einem Vertrag seit seiner Ablehnung geändert hat — hinzugefügte, geänderte und entfernte Bedingungen —, damit beide Seiten sehen, worum es in der Überarbeitung geht.
- Jeder Vertrag erscheint als Karte mit Namen der Gegenpartei, deren Rolle, einem Sprach-Badge, dem Tarif und dem Tagessatz (oder Pauschalbetrag) — mit einem Status-Badge in der Ecke und den Aktionen Bearbeiten, Duplizieren, PDF exportieren und Löschen am unteren Rand.
- Wird ein Projekt endgültig gelöscht, werden auch seine Verträge auf dem Server gelöscht, die niemand unterschrieben hat (Entwürfe, versendete, abgelehnte und abgelaufene), zusammen mit ihren Signatur-Links. Verträge mit einer Unterschrift bleiben erhalten, bis du dein Konto löschst; ein noch offener Signatur-Link eines solchen Vertrags wird geschlossen. Das Verschieben in den Papierkorb löscht nichts, und wenn du für ein Projekt die Zusammenarbeit deaktivierst, bleiben seine Verträge und Signatur-Links erhalten.
Tipps
- Prüf „Änderungen seit der letzten Version“, bevor du auf „Überarbeiten & erneut senden“ klickst. Genau zu wissen, was sich geändert hat, reduziert Hin und Her.
- „Duplizieren“ ist der schnellste Weg zu einem zweiten Vertrag mit denselben Bedingungen, etwa für das nächste Crew-Mitglied derselben Abteilung.
Verträge sind pro Person (Kollaborations-Ausnahme)
Anders als die meisten Oberflächen in einem geteilten Projekt ist Verträge bewusst privat. Der*die Owner des Projekts sieht jeden Vertrag; alle anderen sehen nur die Verträge, bei denen sie Auftragnehmer*in sind.
- Legst du auf einem geteilten Projekt einen Vertrag an, sehen andere reguläre Mitwirkende ihn NICHT in ihrer Verträge-Liste.
- Der*die Owner sieht jeden Vertrag im Projekt — so funktioniert produktionsweite Aufsicht, ohne dass die individuellen Bedingungen jeder Person für alle sichtbar sind.
- Der*die Owner kann einer mitwirkenden Person denselben Überblick geben: in der Liste der Mitwirkenden des Projekts bei dieser Person „Alle Crew-Verträge sehen“ einschalten. Die Rolle Editor*in allein zeigt keine fremden Verträge.
- Wegen dieses Geltungsbereichs greifen die Pro-Feld-Sperren der übrigen Workspace-Editoren auf dem Verträge-Tab NICHT.
- Du untervermietest dein Gear an die Produktion? Das läuft über die Untervermietungs-Seite (separater Finanz-Flow). Verträge ist speziell für Crew-Vereinbarungen.
Tipps
- Ein Crew-Mitglied, das im Projekt ist, sieht den eigenen Vertrag und kann ihn direkt in der App unterschreiben oder ablehnen.
- Die vollständige Liste der Pro-Feld-gesperrten Editoren: Zusammenarbeit → 'Wo Feldsperren greifen'. Verträge ist dort ausdrücklich ausgeschlossen.
Verträge bilden mit dem Crew-Tab des Projekts und den Untervermietungen das übliche Trio rechtlich-finanzieller Oberflächen einer Produktion: Crew-Vereinbarungen (hier), Gerätevermietung nach außen (Untervermietungen), Projekt-Rechnungen (ausgestellte Dokumente aus dem Projekt selbst).
Verwandte Themen
Siehe auch
