Hilfe & Dokumentation
Offline-fokussierte Hinweise für sichere Equipment-Listen.
Täglicher Drehbericht
Kamera- & Tonbericht pro Drehtag — Karten, Codecs, Farbraum, Timecode — synchron mit dem Datenmanagement
Der Tägliche Drehbericht ist die End-of-Day-Dokumentation von Kamera und Ton: welche Kameras liefen, wie viele Karten in welchem Codec gedreht wurden, Farbraum / Auflösung / Bildraten, Tonrollen und Spuren, Timecode und Notizen. Er liegt auf einem optionalen Projekt-Tab, nutzt dieselben Cloud-synchronen Datensätze wie das Datenmanagement und lässt sich als PDF herunterladen oder per E-Mail versenden.
Den Tab aktivieren
Der Tab „Täglicher Drehbericht“ ist standardmässig aus. Aktiviere ihn pro Projekt.
- Ein Projekt öffnen.
- Das Überlauf-Menü des Projekts / „Tabs konfigurieren“ öffnen.
- „Täglicher Drehbericht“ ankreuzen, um ihn zur Tab-Leiste hinzuzufügen.
Tipps
- Standardmässig aus, damit Projekte, die ihn nicht brauchen, aufgeräumt bleiben — wie Verträge und Versicherung.
Einen Tagesbericht anlegen
Jeder Bericht umfasst einen Drehtag.
- Die Drehtag-Nummer wird automatisch aus dem Datum berechnet.
- Änderungen werden laufend gespeichert, sobald du ein Feld verlässt.
- Ein neuer Bericht beginnt mit einer Kamera pro Kamerapaket des Projekts und mit DoP, DIT, Kameraoperator*in sowie 1st/2nd AC aus der Crew des Projekts.
- Wählst du ein Datum, für das es schon einen Bericht gibt, öffnet sich dieser Bericht, statt einen zweiten anzulegen.
- Den Tab „Täglicher Drehbericht“ öffnen.
- Das Drehdatum wählen und „Neuer Drehtag“ auswählen.
- Kameras, Karten, Ton, Timecode und Notizen ausfüllen — alle Felder sind optional.
Was du erfassen kannst
Der Bericht erfasst das komplette Kamera- und Tonbild des Tages.
- Pro Kamera: Body/Modell, Codec, Auflösung, Sensor-Modus, Seitenverhältnis, Squeeze (anamorph), Projekt- und Sensor-Bildrate, Shutter, ISO/EI, Weissabgleich, Tint, ND, Farbraum, Gamma, LUT und Objektiv.
- Karten pro Kamera: Bezeichnung/Reel, Grösse, Quellpfad und ein Codec pro Karte — die Anzahl beantwortet „wie viele Karten“.
- Ein Timecode-Streifen pro Kamera: TC Start/Ende, Rate, Drop-Frame, Sync-Methode und -Quelle.
- Ton: Recorder, Tonrolle, Tonkarte, Samplerate, Bit-Tiefe, Dateiformat, Bezeichnung + Routing pro Spur, Sync-Methode/-Quelle, Jam-TC und Ton-Timecode.
- Crew (Kameraperson, Tonmeister*in, DIT, Operator*in, 1./2. AC), Unit, Motiv und Tagesnotizen.
- Automatische Summen: Kameras, Kamerakarten, Tonkarten, Clips gesamt und Gesamtdatenmenge. Clips gesamt summiert die Clipanzahl aller Karten, Kamera wie Ton; die Gesamtdatenmenge zählt die Kamerakarten.
- Drehfortschritt, live aus dem Drehplan: geplante/gedrehte/gestrichene Einstellungen, Takes und die Seitenzahl des Tages in Achteln. Seiten zählen jede Szene einmal, egal wie viele Einstellungen sie hat, und zeigen „(teilweise)“, wenn für eine Szene des Tages keine Seitenlänge hinterlegt ist. Ohne erfasste Seitenachtel erscheint nichts. Wer ihn nicht braucht, entfernt das Häkchen bei „Gedrehte Einstellungen (Takes) in den Bericht aufnehmen“ — eine Einstellung für alle Drehtage der Produktion, am Bildschirm und im PDF.
Tipps
- Die Clipanzahl füllt sich selbst, wenn die App die Karte kopiert; für eine mit Offshoot oder von Hand kopierte Karte trägst du sie ein.
Sicherungsstatus, Kartendauer und Tonkarten
Drei Angaben, die der Bericht jetzt pro Karte nennt: wie lange die Karte lief, welche Szenen darauf sind und ob das Material tatsächlich kopiert und per Prüfsumme verifiziert wurde.
- Dauer (Min.) und Szenen tippst du selbst, pro Karte. Szenen ist Freitext – „12-14, 18pt“ oder „104A/B“ sind alle gültig. Beide erscheinen als eigene Spalte, und nur dann, wenn mindestens eine Karte dieser Kamera einen Wert hat.
- Sicherung wird nicht getippt, sondern aus den Offload-Einträgen gelesen, die das Datenmanagement für den Drehtag führt (sie entstehen, wenn die App eine Karte kopiert, im Browser oder in der Mac-App, oder wenn der Offshoot-Hook eine Übertragung meldet), und über das Kartenkürzel zugeordnet. Angezeigt wird Verifiziert (mit der Zahl der Platten mit geprüfter Kopie), Prüfsummen-Fehler, Kopie fehlgeschlagen, Kopiert gerade oder Keine Kopie erfasst.
- Wurde für diesen Drehtag nie ein Offload verknüpft, erscheint die Spalte gar nicht – weder im Tab noch im PDF. Das ist Absicht: Eine leere Zelle würde als „nicht verifiziert“ gelesen, und „nie über die App kopiert“ ist etwas anderes als eine Karte, deren Prüfsumme fehlgeschlagen ist.
- Tonkarten aus dem Datenmanagement (S001, S002 …) stehen jetzt im Ton-Abschnitt des Berichts, mit Kartenkürzel und Reel-Nummer. Das Freitextfeld „Tonkarte“ bleibt unverändert – das tippst du weiterhin selbst, beide stehen nebeneinander.
Tipps
- Der Sicherungsstatus ist überall schreibgeschützt. Er gibt wieder, was das Kopierwerkzeug getan hat – der Bericht behauptet das nicht von sich aus.
- Eine Karte ohne Kürzel lässt sich keinem Offload zuordnen und wird deshalb als Unbekannt ausgewiesen, statt zu raten.
Auf dem Smartphone
- Felder richten sich nach ihrem Inhalt
- Unter 640 px bekommt jedes Feld die Breite, die sein Inhalt braucht, statt einer festen Spaltenzahl. Codec, Auflösung, Sensormodus, Farbraum, Gamma, LUT, Objektiv und die Timecodes nehmen die ganze Zeile; Seitenverhältnis, Bildraten, Shutter, ISO, Weißabgleich, Tint und ND stehen zu zweit nebeneinander.
- Karten und Ton
- Bei einer Karte nehmen Karte/Reel, Codec und Quellpfad die Zeile, während Größe und Clip-Anzahl sie sich teilen. Im Tonblock nehmen Recorder, Sync-Felder und Timecodes die Zeile, während Roll, Karte, Samplerate, Bittiefe, Dateiformat und TC-Rate paarweise stehen. Spur-Bezeichnung und Routing stehen nebeneinander.
- Nichts wird ausgeblendet
- Das Smartphone-Layout ändert nur Breiten – jedes Feld des Desktop-Berichts steht auch im Smartphone-Bericht, und ab 640 px bleibt das Layout unverändert.
Den Bericht aus dem Kamera-Log füllen
Wenn dein Team Takes in den Kamera-Logs erfasst hat, füllt sich der Kamerabereich des Berichts selbst, statt neu getippt zu werden.
- Erfasse die Takes wie gewohnt im Tab „Kamera-Logs“ des Projekts.
- Öffne den Tagesbericht für dasselbe Datum.
- Klicke im Bereich „Kameras“ auf „Aus Kamera-Log übernehmen“.
- Prüfe das Ergebnis – Objektiv, ND, FPS, Shutter, ISO/EI, Weißabgleich, Tint, LUT und Seitenverhältnis sowie TC-Start und TC-Ende.
- Ergänze, was das Log nicht führt (Codec, Auflösung, Sensormodus, Farbraum, Gamma).
Tipps
- Es werden nur LEERE Felder gefüllt – selbst Eingetragenes wird nie überschrieben, du kannst also beliebig oft klicken.
- Wird ein Bericht für ein Datum angelegt, an dem bereits Takes erfasst sind, füllt sich der Bereich sofort; die Schaltfläche brauchst du nur, wenn das Log nach dem Bericht entsteht.
- Jedes Feld ist der Wert aus den meisten Takes dieser Kamera an dem Tag – ein einzelner Ausreißer verzerrt den Bericht also nicht. TC-Start ist der früheste TC-In, TC-Ende der späteste TC-Out.
- Eine Kamera, die im Log auftaucht, aber noch nicht im Bericht steht, wird ergänzt.
Häufige Stolperfallen
- Takes eines anderen Datums erwarten – gelesen werden nur Zeilen mit dem Datum des Berichts.
- Karten- oder Medienzeilen erwarten – Karten werden separat in der Datenverwaltung angelegt, die die Reel-Nummern über die Tage fortführt.
- Ein Feld erwarten, für das das Log keine Spalte hat, etwa Codec oder Auflösung – das bleibt manuell.
Auto-Sync mit dem Datenmanagement
Berichte sind dieselben Datensätze, die das Datenmanagement nutzt.
- Ein hier erstellter Bericht erscheint im Sitzungsverlauf des Datenmanagements — und umgekehrt.
- Alles synchronisiert mit deinem Cloud-Konto, sodass ein zweites Gerät dieselben Berichte sieht.
- In einem geteilten Projekt sieht das ganze Team die Berichte des Projekts: Bearbeiter*innen können sie ändern, Betrachter*innen lesen sie.
- Das Öffnen des Tabs als Teammitglied legt in deinem eigenen Konto nichts an.
- Ein gelöschter Bericht landet im Verlauf des Datenmanagements und lässt sich dort wiederherstellen.
Kamera-Angaben von der Karte lesen
- Was die Funktion macht
- Im Kamera-Abschnitt öffnet „Von Karte lesen“ einen Clip auf einer Speicherkarte und füllt damit die technischen Felder — Codec, Auflösung, Sensor-FPS, ISO/EI, Farbraum und Gamma. Gelesen wird ein Clip, nicht die Karte: nur der Anfang einer einzelnen Datei wird geöffnet, das geht auch bei voller Karte schnell.
- Übernommen wird erst nach Bestätigung
- Das Gefundene wird zuerst angezeigt; erst mit „Übernehmen“ wird etwas geschrieben. Geschrieben werden nur die Felder, die der Clip wirklich enthält — von Hand eingetragene Werte, zu denen der Clip nichts sagt, bleiben unangetastet. Der Kameraname wird nur gefüllt, wenn er noch leer ist.
- Welche Karten gelesen werden können
- Sony-Karten liefern am meisten: die XML-Datei neben jedem Clip enthält Modell, Auflösung, Bildrate, Gamma, Farbprimärvalenzen und ISO. Blackmagic ProRes, Canon, Panasonic, Nikon, Fujifilm, DJI und iPhone liefern Modell, Auflösung und Codec. Eine Blackmagic-.braw.sidecar liefert den Look.
- Karten, die nicht gelesen werden können
- ARRI MXF, RED R3D, Canon Cinema RAW Light und das Innere einer .braw sind proprietäre Formate, die die App nicht dekodiert. Sie werden namentlich benannt, statt einfach nichts zu finden — diese Felder bitte von Hand eintragen.
- Wo die Schaltfläche fehlt
- Das Lesen einer Karte braucht die Ordner-Zugriffs-Schnittstelle des Browsers, die es nur in Chromium-Browsern gibt. In Safari, Firefox und auf dem Handy wird die Schaltfläche ausgeblendet, statt eine Funktion anzuzeigen, die nicht arbeiten kann.
Clips, erkannte Einstellungen und Tonspurbelegung
Das Datenmanagement liest die Clips jeder Karte und füllt diesen Bericht für dich; den Rest ergänzt du hier oder in seinem Schritt „Bericht“.
- Clips ist die Zahl der Clips auf der Karte — nicht der Dateien: Begleitdateien, Vorschaubilder und Proxys zählen nicht, ein Clip über mehrere Dateien zählt einmal. Dateien (nur lesbar) ist alles, was die Kopie geschrieben hat. Ältere Berichte zeigen ihre bisherige Zahl eventuell unter „Dateien“.
- Unter jeder Karte nennt eine Zeile den ersten und letzten Clip und wie viele geprüfte Clips Einstellungen geliefert haben — oder welches Format nicht lesbar war.
- Aus den Clips gefüllte Felder tragen darunter Erkannt. Änderst du eines, gehört es dir; die Erkennung überschreibt es nie wieder.
- Tonspurbelegung pro Kamera hält fest, was auf welchem Kamerakanal liegt („Quelle“ / „Kanal“), bis zu 16; der Bereich „Ton“ führt die Spuren des Recorders. Beides steht im PDF.
- Seit v1.19.0 werden auch Grösse (GB) und Dauer (Min.) einer Karte erkannt, dazu Objektiv, Weißabgleich, Tint und Seitenverhältnis, wo die Dateien sie nennen. Die Dauer wird nur eingetragen, wenn jeder Clip der Karte gelesen wurde — nie als Schätzung.
- Fotos zählt die Standbilder einer Karte (JPEG, HEIC, Kamera-RAW) für sich — ein Foto ist weder Clip noch Datei. Eine Stichprobe von bis zu 12 JPEG- oder RAW-Dateien liefert Kameramodell, Objektiv und ISO-Bereich; HEIC und CR3 werden gezählt, aber nicht gelesen.
- Eine Kamera, deren Clips Ton enthalten, bekommt je Kanal eine Zeile in der Tonspurbelegung zum Beschriften. Tonkarten füllen den Namen des Rekorders und die Tonrolle.
Abschnitte, Suche und Filter
Der Bericht öffnet sich als kurze Zeilen, die du aufklappen, durchsuchen und filtern kannst.
- Crew, jede Kamera, Ton, Drehfortschritt und Tagesnotizen sind Abschnitte. Zugeklappt zeigt jeder eine Zeile mit seinem Inhalt; ein Klick öffnet ihn. Alle aufklappen und Alle zuklappen gelten für den ganzen Bericht, und deine Wahl bleibt auf diesem Gerät gespeichert.
- In einer geöffneten Kamera ist jede Karte eine Zeile — Name, Größe, Clips, Fotos, Dauer, Codec —, die sich zu ihren Feldern öffnet. Eine eben hinzugefügte Karte ist sofort offen.
- In diesem Bericht suchen: Tippe einen Feldnamen oder einen Wert, etwa ISO oder A003. Es bleiben nur passende Felder und Karten, ihre Abschnitte sind geöffnet.
- Alle, Ausgefüllt, Leer und Erkannt begrenzen die gezeigten Felder und lassen sich mit der Suche kombinieren. Solange eines davon aktiv ist, sind die Schaltflächen zum Hinzufügen von Kameras und Karten ausgeblendet.
- Berichte durchsuchen über der Berichtsliste findet einen Tag nach Datum, Unit, Motiv, Notizen, Kameraname oder Kartenname.
Felder anpassen
Lege fest, welche Abschnitte und Felder der Bericht dieser Produktion hat, und ergänze eigene.
- Felder anpassen öffnet die Liste der Abschnitte und Felder. Entferne ein Häkchen, um etwas wegzulassen — am Bildschirm und im PDF, für jeden Drehtag der Produktion, hier und im Schritt „Bericht“ des Datenmanagements.
- Ein ausgeblendetes Feld behält seinen Wert und wird nicht gedruckt; setzt du das Häkchen wieder, ist der Wert zurück. Ohne den Abschnitt Ton fehlen im PDF auch die Tonkarten.
- Für ein eigenes Feld gibst du einen Feldname ein, wählst den Ort (Berichtskopf, jede Kamera oder Ton) und drückst Feld hinzufügen. Bis zu 24 Felder; jedes wird in seinem Abschnitt gedruckt.
- In einem schreibgeschützten Projekt gilt das Layout, lässt sich aber nicht ändern.
Verwandte Themen
Siehe auch
