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Projekt-Metadaten
Produktions-Specs — Auflösung, Codec, Bildrate, Seitenverhältnis
Projekt-Metadaten dokumentieren die technischen Specs einer Produktion: Auflösung, Codec, Bildrate, Seitenverhältnis, Sensor-Modus, Farbraum. Sie erscheinen in PDF-Exporten und speisen den Camera-Package-Wizard.
Wofür Projekt-Metadaten gut sind
Specs, die mit dem Projekt mitwandern.
- Auflösung, Codec, Bildrate, Seitenverhältnis auf Projekt-Ebene.
- Erscheinen in PDF-Gear-List-Headern und Exporten.
- Der Camera-Package-Wizard nutzt Metadaten, um Sensor-Modus und Recording-Settings vorzuschlagen.
- Jedes Feld ist optional — was relevant ist, ausfüllen.
- Synct über Cloud-Sync mit dem Projekt.
Tipps
- Metadaten früh setzen — der Camera-Package-Wizard funktioniert mit gesetzten Werten besser.
- Notizfeld für Sonder-Specs verwenden, die nicht in die Standardfelder passen.
- PDF-Exporte zeigen die Metadaten im Header — Kund*innen und Verleihe sehen sie.
Auflösung
Aufnahme- bzw. Liefer-Auflösung.
- 4K (3840×2160 UHD oder 4096×2160 DCI).
- 6K / 8K — für Crop- und Stabilisierungs-Reserve in der Post.
- 2K (2048×1080) — DCI-Standard.
- 1080p (1920×1080) — HD-Web und Broadcast.
- 720p (1280×720) — Low-Bandwidth-Web.
- Custom-Auflösung — beliebige nicht-standardisierte Lieferung.
- Projekt öffnen und zu Projektanforderungen → Kamera-Spezifikationen gehen.
- In der Dropdown 'Aufnahme-Auflösung' den Wert wählen.
- Kamera-Spezifikationen (inkl. Auflösung) werden pro Kamera-Paket gesetzt — für jedes abweichende Paket wiederholen. Die Lieferauflösung wird einmal für das Projekt gesetzt, unter Lieferanforderungen.
- Änderungen werden automatisch gespeichert — die Auflösung erscheint im Projekt-Briefing-PDF.
Tipps
- Mit der höchsten Auflösung aufnehmen, die der Workflow verkraftet — Downscalen in der Post ist einfach, Upscalen nicht.
- Weicht die Liefer-Auflösung ab, in den Projekt-Notizen festhalten.
Codec
Aufnahme-Codec. Jeder Codec ist ein Trade-off aus Qualität, Dateigröße und Workflow.
- ProRes (4444, 422 HQ, 422, LT, Proxy) — gängiges Schnitt-Format.
- DNxHD / DNxHR — Avid-nativ, breit unterstützt.
- H.264 / H.265 (HEVC) — komprimiertes Delivery und Mirrorless-Aufnahme.
- CinemaDNG — unkomprimierte RAW-Frames.
- ARRIRAW — Arris natives RAW-Format.
- RED RAW (R3D) — REDs natives Format mit variabler Kompression.
- Sony RAW — Sonys natives RAW-Format.
Tipps
- ProRes 4444 wiegt Qualität und Dateigröße für die meisten Schnitt-Setups gut ab.
- H.265 liefert typischerweise 40–50 % bessere Kompression als H.264 bei vergleichbarer Qualität.
- RAW maximiert die Post-Flexibilität, multipliziert aber Speicher- und Dekodieraufwand — die Post-Pipeline vorher gegenprüfen.
Häufige Stolperfallen
- Einen Codec wählen, den das Schnittsystem nicht in Echtzeit dekodieren kann — Test-Workflow vorher fahren.
- Speicherbedarf von RAW unterschätzen.
- Vergessen, dass manche Codecs spezifische Hardware brauchen (RED Rocket, GPU-Dekodierung).
Bildrate
Aufnahme- und Wiedergabe-Bildrate.
- 23,98 fps — Film-Look-Standard für digitales Kino.
- 24 fps — echter Kinostandard.
- 25 fps — PAL/SECAM-Broadcast-Standard (Europa, Asien, Afrika).
- 29,97 fps — NTSC-Broadcast-Standard (Amerika, Japan, Südkorea).
- 30 fps — gängiger Web-Video-Standard.
- 48 / 50 / 60 fps — höhere Bildraten für Action / Sport.
- 90 / 120 / 240 fps — Zeitlupen-Aufnahme.
Tipps
- 23,98 fps ist ein sicherer Default für narrative und kommerzielle Arbeit.
- Liefervorgaben zuerst prüfen — Broadcaster haben oft strikte Bildraten-Vorgaben.
- Zeitlupe vorab planen — sie braucht meist 2–5× die Wiedergabe-Bildrate.
- Wenn Aufnahme- und Wiedergabe-Bildrate abweichen, beide dokumentieren.
Seitenverhältnis
Bild-Seitenverhältnis für die Lieferung.
- 16:9 (1,78:1) — Widescreen-TV, Streaming, Web.
- 4:3 (1,33:1) — klassisches TV, manches Social.
- 2,39:1 / 2,40:1 — anamorphisch / CinemaScope.
- 1,85:1 — Widescreen-Kino (US-Standard).
- 2,76:1 — Ultra-Wide (Ultra Panavision 70).
- 1:1 — quadratisch (Social).
- 9:16 — vertikal (Stories, TikTok, Reels).
Tipps
- Für mehrere Plattformen am weitesten aufnehmen und für die anderen croppen.
- Anamorphe Optiken erzeugen breitere Verhältnisse — das Seitenverhältnis ans Glas anpassen.
- Bei mehreren Liefer-Verhältnissen alle in den Projekt-Notizen festhalten.
- Das Seitenverhältnis speist das Frame-Composer-Tool für Frame-Lines.
Häufige Stolperfallen
- Safe-Areas bei Mehrfach-Verhältnissen übersehen.
- Seitenverhältnis ohne Linsen-Check setzen — Anamorph verändert die Rechnung.
- Vertikale Deliverables für Social vergessen.
Weitere Metadaten
Zusätzliche Produktions-Specs für Dokumentation und Workflow.
- Kamera-System — Marke und Modell (vom Camera-Package-Wizard automatisch befüllt).
- Sensor-Modus — Open Gate, Super 35 etc. (über die Kamera-Auswahl konfiguriert).
- Farbraum — Rec.709, Rec.2020, DCI-P3, ACES.
Tipps
- Kamera-System und Sensor-Modus füllen automatisch, sobald eine Kamera im Wizard gewählt ist.
- Farbraum ist die erste Frage der Color — schon in der Prep setzen, nicht nach Wrap.
Für Item-Level-Specs (Gewicht, Strom, Anschluss) siehe 'Artikeldetails'. Für Workflow-Editing on top siehe 'Workflow Editor'.
Verwandte Themen
Siehe auch
