Hilfe & Dokumentation
Offline-fokussierte Hinweise für sichere Equipment-Listen.
Tipps & Tricks
Kleine Gewohnheiten, die den Alltag schneller machen
Eine Sammlung praktischer Abkürzungen und Konventionen, in die sich erfahrene Nutzer*innen einarbeiten. Nichts davon ist Pflicht — die App funktioniert auch ohne — aber ein paar dieser Dinge sparen auf Dauer echte Zeit.
Schnellere Wege für Alltags-Aktionen
Die Aktionen, die du ständig ausführst — jede hat einen schnelleren Weg als Klick durch Menüs.
- Cmd/Strg + K öffnet den Quick Switcher. Projektname, Seite oder Funktion eintippen und mit Enter dorthin springen. Cmd/Strg + P öffnet dieselbe Oberfläche.
- Cmd/Strg + Alt + N legt von überall in der App ein neues Projekt an.
- Cmd/Strg + S erzwingt sofortiges Speichern in den lokalen Speicher. Die App speichert ohnehin automatisch — das hier ist eine manuelle Kontrolle.
- In einem Projekt fokussiert Cmd/Strg + F das Kategorie-Suchfeld. Außerhalb eines Projekts öffnet derselbe Kurzbefehl die globale Suche.
- ? drücken (nur Fragezeichen, ohne Modifikator, wenn kein Eingabefeld fokussiert ist) öffnet die Tastenkürzel-Liste in der Hilfe. Cmd/Strg + / öffnet die Hilfe-Startseite.
- In der Gerätebibliothek ein Gerät öffnen und in der Detailansicht auf „Zum Projekt hinzufügen“ klicken: So landet es auf der Equipment-Liste eines Projekts, ohne die Bibliothek zu verlassen.
- Stern (☆ → ★) auf einer Gerätekarte markiert das Gerät als Favorit. Der Filter '★ Favoriten' zeigt nur die Favoriten; sie erscheinen außerdem früh im Kamera-Paket-Picker.
Tipps
- Der Quick Switcher ist die größte Zeitersparnis in der App. Wenn du nur einen Kurzbefehl lernst, dann diesen.
- Cmd/Strg + S schickt nichts in die Cloud — das macht die Sync-Engine in ihrem Takt. S ist die Lokal-Garantie; alles andere darfst du dem Sync überlassen.
Arbeiten mit Vorlagen
Vorlagen sind gespeicherte Startpunkte für neue Projekte. Sie tragen Geräte, Kategorien und Metadaten. Sinnvoll für Projektarten, die du immer wieder machst.
- Für jede wiederkehrende Drehart einmal eine Vorlage anlegen (z. B. 'Interview', 'Hochzeitszeremonie', 'Dokumentarfilm-Tag').
- Standard-Geräte, Standard-Kategorien und Standard-Metadaten in die Vorlage packen (Platzhalter für Kund*in, Notizen zum Ort).
- Wenn du ein neues Projekt aus einer Vorlage startest, bearbeitest du die Kopie — die Vorlage bleibt unverändert.
- Die Vorlagen-Liste schlank halten. 5–10 gepflegte Vorlagen schlagen 30 vergessene.
- Wenn sich dein Standard-Setup ändert (neuer Body, anderer Audiokoffer), die Vorlage einmal aktualisieren. Folgende Projekte übernehmen die Änderung.
Tipps
- Vorlagen aussagekräftig benennen: 'Interview — 2 Kameras, ProRes' erkennst du sechs Monate später leichter wieder als 'Vorlage 3'.
- Wenn sich zwei Vorlagen nur in wenigen Geräten unterscheiden, lieber zusammenführen und nach dem Erstellen anpassen. Weniger Pflege.
Häufige Stolperfallen
- Vorlagen veralten lassen. Eine falsche Vorlage kostet mehr Zeit als keine.
- Für jedes Szenario eine eigene Vorlage anlegen. Die Pflege frisst die Zeitersparnis.
Projekt- und Bibliotheks-Organisation
Zwei Konventionen, die sich vom ersten Tag an lohnen.
- Projekte mit sortierfähigem Datums-Präfix benennen: 'JJJJ-MM-TT Kund*in — Projektart'. Das Dashboard sortiert alphabetisch — damit auch chronologisch.
- Die gleichen Kategorienamen über Projekte und Vorlagen hinweg nutzen. Eine Mischung aus 'Audio' und 'Sound' macht Suche und PDF-Export unnötig schlechter.
- Abgeschlossene Projekte archivieren. Sie verschwinden aus der Liste „Alle Projekte“ („Archiv ansehen“ auf dieser Seite öffnet sie) und verlangsamen den Start nicht.
- In der Gerätebibliothek wenige breite Kategorien anlegen (Camera, Optics, Lighting, Grip, Audio, Power, Media/Data, Support, Accessories) und nicht in zu feine Unterkategorien gehen. Die Suche kümmert sich um Feinheiten.
- Geräte, die du in jedem Projekt brauchst, mit Stern markieren. Der '★ Favoriten'-Filter macht eine große Bibliothek klein.
Tipps
- Konsistente Namensgebung ist die rentabelste Gewohnheit. Sie zahlt sich bei jeder Suche, jedem Export und jeder Team-Übergabe aus.
- Monatlich archivieren. Fünf Minuten Aufräumen halten das Dashboard nutzbar.
Häufige Stolperfallen
- Für jedes Projekt eine neue Kategorie erfinden. Bibliothek und PDFs werden unübersichtlich.
- Archivieren mit Löschen verwechseln. Archivieren ist reversibel — das Projekt bleibt suchbar und exportierbar.
Zusammenarbeit
Wenn mehrere Personen am selben Projekt arbeiten (via Cloud-Sync), helfen ein paar Gewohnheiten.
- Vor größeren Änderungen die Präsenz-Avatare oben am Projekt anschauen. Ist eine andere Person online, in einem anderen Bereich arbeiten oder vorher im Chat absprechen.
- Kommentar-Threads für Entscheidungen mit Dokumentations-Bedarf ('Brauchen wir einen zweiten Body?'). Team-Chat für schnelles Hin und Her ('Fertig, prüfst du?').
- Wenn du mitten in der Produktion einsteigst, einmal durch Aktivitäts-Feed und letzte Chat-Nachrichten scrollen, bevor du etwas änderst.
- Gefilterte PDFs für unterschiedliche Empfänger*innen exportieren — der Verleih bekommt 'nur Miete', Produktion bekommt 'Eigen + Crew'.
- Konflikt-Dialoge ausdrücklich entscheiden („Lokal behalten“ / „Cloud verwenden“ / „Elemente zusammenführen“). Wegklicken hält die Geräte out of sync.
Tipps
- Klare PDF-Dateinamen: 'JJJJ-MM-TT Kund*in — Mietliste.pdf' schlägt 'gearlist (2).pdf'.
- Das Eigentum lässt sich nicht übergeben — lass deshalb die Person das geteilte Projekt erstellen, die die Produktion führt. Gibst du ein Projekt ab, lade die neue Leitung als Editor ein.
Häufige Stolperfallen
- An einem geteilten Projekt arbeiten, ohne vorher zu schauen, was die andere Person seit dem letzten Mal geändert hat.
- Konflikt-Dialog überspringen. Die übersprungene Änderung kommt nicht in die Cloud — die Geräte bleiben out of sync.
Lohnende Zeit-Sparer
Kleine Funktionen, die nicht prominent sind, sich aber sofort lohnen, wenn man von ihnen weiß.
- Beim CSV-Import füllt der Multi-Kategorien-Modus mit einer Datei mehrere Kategorien auf einmal — einfach eine 'Category'-Spalte mitliefern.
- Der Item-Import-Dialog enthält einen 'AI-Hilfe'-Block. Er liefert einen vorgefertigten Prompt, um PDFs, Mietangebote oder unsaubere Listen mit einem Einfüger in ChatGPT oder Gemini in das richtige CSV-Format zu wandeln.
- Den Dreh-Zeitplan früh setzen — sonst greifen Miettage, Kalendereinträge und Disposition auf Defaults zurück. Viele Funktionen erwachen erst, wenn der Zeitplan steht.
- Ähnliche Projekte duplizieren (Dashboard → Projektmenü → Duplizieren) statt jedes von Null zu bauen. Nur die Unterschiede anpassen.
- Kategorien in Prioritätsreihenfolge aufbauen. Kamera zuerst, dann Audio, dann Licht, dann Support. Der PDF-Export folgt deiner Reihenfolge.
- Geld- und Satzfelder — Preise, Tagessätze, Beträge, MwSt.- und Rabattsätze — akzeptieren beide Dezimaltrennzeichen: 1,50 und 1.50 werden als 1,50 gespeichert, 1.234,56 als 1234,56. Ein eingefügter Betrag behält auch mit Währungszeichen seinen Wert (5,00 € ergibt 5,00). Ein Punkt allein gilt als Dezimalpunkt: Tausendfünfhundert also als 1500 oder 1.500,00 schreiben, nicht als 1.500.
Tipps
- Die meisten Zeit-Sparer belohnen Wiederholung. Der erste Dreh mit einer Vorlage fühlt sich wie Aufbau-Arbeit an, der dritte wie Cheaten.
PDF-Export — was anpassbar ist
Das visuelle Template des Geräte-Listen-PDFs ist aus Konsistenzgründen fest; was hineinkommt, steuerst du. Buchhaltungsdokumente (Rechnungen, Angebote, Auftragsbestätigungen, Lieferscheine, Mahnungen) bekommen unter Buchhaltung → Layout-Designer ein eigenes Layout.
- Im Export-Dialog wählst du Kategorien und Provider. Typische Aufteilung: 'nur Miete'-PDF für den Verleih, 'Eigen + Crew'-PDF für die Produktion.
- Erst die Vorschau, dann der Download. Die Vorschau ist identisch zur Datei — der Datei-Dialog kommt erst nach deiner Bestätigung.
- Ausgestellte Dokumente (Untervermietungsangebote, Rechnungen, Liefer-/Rücknahmescheine) enthalten automatisch Logo, Unterschrift, IBAN und Steuer-/USt-ID — einmal in Einstellungen → Konto (Bereiche „Signatur & Branding“ und „Rechnungs- & Absenderdaten“) eintragen, vor der ersten Rechnung.
- Eingebettete Bilder (Projektfotos, Unterschriften, Logos) sind der teuerste Teil des Renderns. Kleinere Versionen beschleunigen den Export deutlich.
- Dateien benennen sich nicht selbst — vor dem Speichern einen Dateinamen wählen, der Datum und Empfänger*in enthält.
Tipps
- Zu Projektbeginn einen Testdruck machen, um Probleme (Seitenumbrüche, Schriften, Bildqualität) zu finden, bevor du unter Zeitdruck bist.
Häufige Stolperfallen
- PDF ohne Vorschau verschicken. Späte Änderungen können an unerwarteten Stellen landen.
- Auf der ersten Rechnung den Aussteller-Block leer lassen. Einstellungen → Konto → Rechnungs- & Absenderdaten vor dem Senden ausfüllen — er stempelt in jedes ausgestellte PDF.
Kleine Gewohnheiten, die große Probleme verhindern
Pflege ist nicht aufregend, aber sie hält alles funktionsfähig, wenn du es brauchst.
- Einmal im Monat oder vor jeder größeren Aktion (großer Import, Werksreset, OS-Update) ein manuelles Backup exportieren. Einstellungen → Sicherung & Daten → Sicherung → „Herunterladen“.
- Abgeschlossene Projekte archivieren. Aufgeräumtes Dashboard, schnellerer Start, weniger versehentliche Änderungen an alten Projekten.
- Einmal pro Quartal die Gerätebibliothek durchgehen — Duplikate entfernen, Namen aufräumen, neu Eingeführtes ergänzen.
- Alte Kontakte aussortieren (Personen, mit denen du nicht mehr arbeitest; Lieferanten, die du nicht mehr nutzt). Suche und Picker werden sofort besser.
- Mit Cloud-Sync: gelegentlich Einstellungen → Sicherheit & Datenschutz → Sitzungen & Geräte prüfen und unbekannte Sitzungen abmelden.
Tipps
- Eine Kalender-Erinnerung für das Monats-Backup einrichten. Ohne vergisst du es, bis du dich ärgerst.
Mobile Nutzung
Die App läuft auf Handy und Tablet, aber ein paar Schritte machen sie deutlich angenehmer.
- App als PWA installieren (iOS Safari → Teilen → 'Zum Home-Bildschirm'; Android Chrome/Edge → Menü → 'App installieren'). Installiert läuft sie in eigenem Fenster ohne Browser-Rahmen.
- Auf Handys das Querformat für kategorie-lastige Ansichten nutzen — Hochformat geht, erfordert aber mehr Scrollen.
- Mobile Bearbeitung ist gut für schnelle Änderungen; für Massen-Operationen (eine 200er-Liste von Grund auf bauen) ist ein Laptop weiter schneller.
- Cloud-Sync ist das Bindeglied zwischen Handy und Laptop. Ohne sind beide zwei voneinander unabhängige Installationen.
- Wenn du am Drehort offline sein wirst, das Projekt einmal im Büro auf dem Handy öffnen. So liegt der aktuelle Stand im Cache.
Tipps
- PWA-Installation ist der Unterschied zwischen 'Webseite auf dem Handy' und 'App auf dem Handy'. Die zehn Sekunden lohnen sich.
Schnelle Fixes
Kurzversion der Fehlerbehebung — Tipps für die häufigsten Ausfälle.
- Wenn die App seltsam reagiert: einmal hart neu laden (Strg+Shift+R / Cmd+Shift+R). Räumt veraltetes JavaScript aus dem Cache.
- Wenn Speichern nicht zu greifen scheint: prüfen, dass du nicht im privaten/Inkognito-Modus bist (IndexedDB ist dort blockiert), und unter dem Profil-Button auf den lokalen Speicher-Indikator schauen.
- Wenn der Sync länger als 10 Minuten hängt: abmelden, App schließen, öffnen, wieder anmelden.
- Wenn etwas nur in einem Browser kaputt wirkt: in einem anderen testen. Funktioniert es dort, ist es ein browserspezifisches Problem (oft eine Erweiterung).
- Wenn nur ein Reset hilft: Einstellungen → Sicherung & Daten → Werksreset. Vorher unbedingt ein Backup exportieren.
Tipps
- Im Zweifel F12 → Reiter 'Console'. Rote Zeilen zeigen fast immer auf die Ursache.
- Das vollständige Thema 'Fehlerbehebung' links bietet pro Symptom eine ausführliche Anleitung.
Das sind Gewohnheiten, keine Vorschriften. Die zwei oder drei aussuchen, die zu deiner Arbeitsweise passen — der Rest wartet.
Verwandte Themen
Siehe auch
